Was sind die Fashion Trends der 80er?

Was sind die Fashion Trends der 80er?

Was sind die Fashion Trends der 80er?

80’s Trends



Wenn man an die Modetrends der 80er denkt, hat man mit Sicherheit knallige Neonfarben, Puffärmel, Jane Fondas ikonische und schrille Bodysuits oder Prinzessin Diana im Kopf. Die 80er verkörpern, was wir heute als Vintage bezeichnen – und das in den unterschiedlichsten Facetten.

Welche Trends gibt es?

Beginnen wir zunächst mit den Trends, die die 80er formten. In den 80ern galt der Spruch „Mehr ist mehr.“ und danach lebte man, wenn man cool sein wollte. Somit fiel die Mode dieser Dekade nicht in die Kategorie „Understatement“.

Kleidungsstücke, die in den 80ern angesagt waren, sind unter anderem durchsichtige Feinstrumpfhosen, die so gut wie jede Frau im Schrank hatte. Ein weiteres IT-Piece dieser Zeit waren Stirnbänder, Armstulpen, Puls- und Beinwärmer, ganz à la Jane Fonda. Außerdem dürfen in unserer Trendliste natürlich nicht die bekannten neonfarbigen Trainingsanzüge und weißen Tennissocken fehlen!

Die 80er haben eine menge Trends hervorgebracht, einige davon schreien förmlich 80er und diese schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Rüschen

Ganz gleich, ob Kleider, Blusen oder Röcke. Rüschen und Puffärmel waren ein Muss in Sachen Mode. Prinzessin Diana hat beispielsweise diesen sehr femininen Kleidungsstil häufig getragen. Vor allem ließen sich Kleidungsstücke mit Rüschen gut zu Jeans kombinieren und zu den unterschiedlichsten Anlässen tragen.

Schulterpolster
Frauen trugen Schulterpolster, um die Illusion einer breiten Schulter zu kreieren und so dem Outfit einen maskulinen Touch zu verleihen. Schulterpolster fanden so in den 80ern nicht

nur Verwendung bei Businesskleidung, auch die Schultern der Abendgarderobe wurden mit den aus Textilien gefertigten Accessoires ausgestopft.  

Karottenhosen

Karottenhosen waren ein gern getragenes Kleidungsstück, da sie ziemlich simpel zu kombinieren war. Zwar waren sie nicht für eine schmeichelnde Figur bekannt, trotzdem galt die taillenhohe Jean, die an der Hüfte weit geschnitten und unten eng waren, als cool und gern getragen.

 

Trainingsanzüge aus Velour

In den 80ern galt ein Trainingsanzug aus dem samtigen und dehnbaren Stoff als luxuriös und bequem. Die perfekte Kombi, wenn ihr mich fragt und vermutlich war das auch der Grund für die Beliebtheit dieses Kleidungsstücks. Der Velour Trainingsanzug war so beliebt, dass Luxuslabels wie Dior ihn sogar ins Sortiment aufnahmen und Prominente die Anzüge in Bars und Restaurants trugen.

Leggings

Das berühmteste Beispiel für Leggings, die in den 80ern beliebt wurden, stammt vermutlich noch aus dem Jahr 1978 und ist Olivia Newton-Hohns ultra-enge, schwarze Leggings aus der Finalszene im Musical „Grease“. Ein Grund, warum bis zum Ende der 80er Leggings und bequeme Oversized-Pullover und T-Shirts von Frauen aller Altersgruppen getragen wurden. Das bringt uns auch schon zum nächsten Trend der 80er.

Oversized-Pullover und Sweater

Ein Tanktop und ein übergroßer Pullover, der von einer Schulter hängt und ein lässiger Look ist kreiert. Und auch hier konnte sich der samtige Velourstoff durchsetzen. Ein perfektes Beispiel dafür ist Jennifer Beal im Film „Flashdance“, in dem sie eine einfache Jeans mit einem Oversized-Pulli kombiniert, der aussieht, als würde er jeden Moment von den Schultern rutschen.

 

Jeansjacken

Zwar waren Jeansjacken schon in den 70ern bekannt, in den 80ern setzte sich aber die Jeansjacke als klassisches Kleidungsstück auch für Frauen durch. Ganz besonders beliebt war das Kombinieren der Jeansjacke mit einer enganliegenden Jeans, und einem einfachen T-Shirt. Vor allem die sogenannte Stonewashed-Jeansjacke gilt in Amerika als DAS Kleidungsstück der 80er.

Accessoires

Knallig, bunt, schrill – das inkludierte in den 80ern auch Accessoires jeder Art. Ganz gleich ob breiter Taillengürtel, Federohrringe, Stirnbänder, riesige Ohrringe oder Haarspangen. Hier gab es kaum Grenzen.

  

Stoffe

Wie man bereits an den genannten Kleidungsstücken bemerkt, ist Baumwolle oder Ähnliches nicht unbedingt in den 80ern angesagt. Man setzt auf Metallic-Farben, Samt und Velour sowie auf Neonfarben. Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass diese Dekade wirklich nicht für zurückhaltende Looks steht. Die 80er waren ein Jahrzehnt, das von dem sogenannten „Powerdressing“ geprägt war.

 

Wie entstanden die Trends der 80er?

Durch den aufkommenden Fitnesswahn, der Ende der 70er entstand sowie den Sportbekleidungstrend der späten 70er trugen Frauen im Alltag vermehrt stylische Sportbekleidung. Schon Gianni Versace baute diesen sportlichen Trend in seiner Spring/Summer Collection 1980 mit seinem „Ensemble“ ein, das seinen Weg bis ins „The Metropolitan Museum“ fand.

 

Eine bedeutende Veränderung, die die Trend der 80er maßgeblich prägte, war, wie Kathryn Hennessy schon bemerkte, dass Mode sich immer mehr dem Körper anpasste, satt umgekehrt. In dem Buch „The Ultimate Book of Fashion and Lifestyle” ist zu lesen, dass der Körper der Frau nun die Kleidung forme und nicht die Kleidung die Frau forme.

Der zweite große Trend neben dem sportlichen Look bildete der überwiegend in den späten 70ern und frühen 80ern weit verbreitete „New Romantic Style“, die sogenannten „prairie dresses“. Hier ist ein vermutlich weit verbreitetes und sehr bekanntes Beispiel das Hochzeitskleid von Prinzessin Diana, das von den Designern David und Elizabeth Emanuel gefertigt wurde. „Prairie dresses“ hatten alles, was die Trends der 80er ausmachte: Puffärmel, riesige Accessoires, Gürtel, die um die Taille getragen wurden und Rüschen.

„Power-dressing“ wurde vor allem in der zweiten Hälfte der Dekade bekannt und maßgeblich dadurch beeinflusst, dass Frauen begannen, auch vermehrt in hohen Positionen zu arbeiten und sie mit ihrer Mode ernst genommen werden wollten. So sollten Schulterpolster mit dem Ergebnis, die Illusion breiter Schultern zu kreieren, Kraft und Sicherheit vermitteln.

Prinzessin Diana kann zwar unter den Promis als Fashion-Ikone der 80er angesehen werden und war, wie man heute sagt, somit Fashion-Influencerin, doch auch Musik und Film hatten einen riesigen Einfluss auf die Mode und Trends der 80er.

Madonna, die „Queen of Pop“ der 80er war bekannt für ihren Style, der von Spitzentütüs bis Lederjacken und Scrunchies reichte, ganz zu schweigen von ihrer Figur. 

 

Ebenfalls in den 80ern eine Legende und heute vielen als Sam Hannah aus Navy CIS:LA bekannt, LL J Cool (die Abkürzung steht für „All Ladies Love Cool James“). Der Rapper, der mit seiner Hip-Hop Musik bekannt wurde, inspirierte die Fashionwelt der 80er maßgeblich. Netzshirts, Ghettoblaster auf der Schulter, Halsketten – alles Teile seines Styles und ein großer Einfluss für die Modewelt.

Die Modewelt der 80er war bunt und schrill und brachte viele Marken hervor, die wir heute noch kennen und auch tragen: Nike, Reebok, Levis, Ray Ban, Puma und Benetton, um nur wenige zu nennen. Vintage oder heute noch „in“ – vermutlich eine Mischung. Einige der Styles der 80er sind aber definitiv auch heute noch Straßentauglich und nie von der Bildfläche verschwunden.  

 

 

 

 

Anabel Seidel
 

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